März in Japan: Auf Erkundungsreisen

Und schon ist der März wieder vorbei, kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. In nur wenigen Wochen geht es für mich wieder nach Hause (so langsam freue ich mich aber auch wieder auf zu Hause). Der März hatte es jedenfalls in sich: Meine Eltern waren zu Besuch, und anschließend bin ich noch mit ein paar Kommiliton*innen aus dem Studium auf einen kleinen Roadtrip gegangen. Ich habe es sehr genossen, eine Zeit lang nicht allein unterwegs zu sein, und habe dabei nochmal einiges in der Gegend entdeckt. Auf der Arbeit standen zudem zwei Workshops an, bei denen ich mit dabei war. Jetzt kehrt langsam wieder etwas Alltag ein und der Frühling ist bereits angekommen.

Während der zwei Wochen, in denen meine Eltern hier waren, haben wir gemeinsam Takayama und Shirakawa-go besucht. Takayama hat eine wirklich schöne Innenstadt, und außerdem haben wir in einem Ryokan, einer traditionellen japanischen Unterkunft, übernachtet. Geschlafen wurde auf Futons, japanischen Schlafstätten, die tagsüber zusammengerollt im Schrank verstaut werden. Auch das Essen wurde direkt im Zimmer serviert. Und ich muss zugeben: Bei meinem derzeitigen Pescetarismus habe ich eine kleine Ausnahme gemacht und das Wagyu-Rindfleisch probiert und es war ausgesprochen lecker.


Gang zwei des Abendessens

Das Zimmer im Ryokan, natürlich mit Tatamimatten als Boden. Am Tisch wird eigentlich gekniet, aber das ist auf Dauer echt unangenehm wenn man es nicht gewohnt ist.
Takayama

Die Futon-betten.

Am Tag danach sind wir weiter nach Shirakawa-go gefahren, ein kleines Städtchen, das für seine traditionellen Häuser bekannt ist. Die Dächer dieser Häuser bestehen aus gebundenem Reisstroh und müssen deshalb relativ häufig erneuert werden. Besonders schön war das Freilichtmuseum, in dem man mehrere dieser historischen Gebäude von innen besichtigen konnte – allerdings musste man vor jedem Haus die Schuhe ausziehen. In dem Moment hätte ich mir wirklich gewünscht, nicht ausgerechnet meine Wanderschuhe zu tragen. Leider war der Tag auch etwas verregnet, aber es war trotzdem schön und interessant.

Das Dach (von innen) von so einem traditionellen Haus. Da können sich die Pfadfinder auf jeden Fall abschauen wie Balken gebunden werden.

Die Häuser von außen im Freilichtmuseum

Die Aussicht auf Shirakawa-go

Am Wochenende drauf ging es dann nach Kyoto, eine Stadt voller Tempel. Allerdings auch eine Stadt die voller Touristen ist, schön war es trotzdem:


Einmal ordentlich Sushi essen.



Der silberne Tempel

Irgendwo in der Innenstadt Kyotos

Der Zen Garten am silbernen Tempel, der abgeschnittene Kegel soll den Fuji darstellen



An einem Schrein mit ganz vielen Toren

Der goldene Tempel (wirklich sehr schön)

Nachdem wir gemeinsam in Kyoto waren, ging es für uns noch auf eine Wanderung entlang des Nakasendo-Wegs, einer alten Poststraße zwischen Tokyo und Kyoto aus der Edo-Zeit (1603–1868). Entlang der Route liegen mehrere Dörfer mit gut erhaltenen, traditionellen Holzhäusern.

Hier ein paar Eindrücke:






Bevor meine Eltern weitergereist sind, waren wir in Nagoya am Bahnhof noch zusammen im 51. Stock einen Kaffee trinken. Nagoya hat nämlich den höchsten Bahnhof der Welt, beziehungsweise das höchste Bahnhofsgebäude. Die Aussicht war auf jeden Fall beeindruckend.


 

Zwei Wochen später ging es über ein verlängertes Wochenende auf die Shima-Halbinsel. Wir waren zu viert unterwegs, hatten ein Auto gemietet und haben damit die Gegend erkundet. Landschaftlich war es wirklich beeindruckend: Die Halbinsel ist deutlich bergiger, als ich erwartet hatte, und obwohl alle Berge dicht bewaldet sind, ragen sie erstaunlich steil in die Höhe. An einem Tag waren wir außerdem in Koya, einem Dorf mit ganzen 117 Tempeln! Vorerst habe ich jetzt genug Tempel gesehen. Ich lasse einfach die Bilder für sich sprechen:


An einem der wichtigen Schreine in Ise



Schaukeln mit Aussicht!

Felsformationen am Meer



Reisfelder, aktuell werden die noch vorbereitet

Große Glocke in Koya die jeden Abend 18 Mal geläutet wird

Eine Pagode an einem der vielen Tempel


Zum Abschluss waren wir noch zusammen Pfannkuchen essen. Wie immer, sehr lecker.

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