Japow: Skifahren in Japan

Die letzten Wochen waren ziemlich intensiv, sowohl beruflich als auch privat. Ende Januar kam endlich Johan für zwei Wochen zu Besuch. Die erste Woche verbrachten wir in Nagoya, von wo aus wir verschiedene Ausflüge unternommen haben; zwischendurch mussten wir allerdings auch noch arbeiten. In der zweiten Woche ging es dann nach Minakami in der Präfektur Gunma. Dort waren wir drei Tage lang Skifahren. Für mich war es außerdem das erste Mal, dass ich im Linksverkehr Auto gefahren bin, zum Glück haben wir es alle unbeschadet überstanden. Die Schneeverhältnisse waren ideal, besonders am ersten Tag, und auch die Aussicht vom Skigebiet auf die umliegenden Berge war unglaublich schön. Wir haben die Tage sehr genossen, und auch das Hotel war für meine Verhältnisse ausgesprochen fancy: mit einem kleinen warmen Pool auf dem Balkon und außergewöhnlich leckerem Essen: zum Abendessen gab es sogar Sechs-Gänge-Menüs.

Aussicht vom Skigebiet

Berg Tanigawa

Das Hotel hatte auch ein super leckeres Frühstück (das ist das japanische Frühstück). Dazu gab es Misosuppe und Reis.

Eigentlich hatten wir geplant, vier Tage lang Ski zu fahren. Da die Pistenverhältnisse am letzten Tag jedoch nicht mehr besonders gut waren, haben wir spontan umdisponiert und sind stattdessen mit dem Auto zu einem nahegelegenen Vulkan gefahren, wo es beeindruckende Lavaformationen zu sehen gibt. Anschließend haben wir noch einen Abstecher zu einem Wasserfall gemacht und den Tag schließlich mit japanischen Soufflé‑Pfannkuchen ausklingen lassen.

Der Wasserfall, da hat man richtig gesehen wie es Wasser aus einer Gesteinsschicht raus drückt.

Der Vulkan im Hintergrund und die Lavaformationen im Vordergrund.

 

Die Pfannkuchen: sehr lecker aber vermutlich nicht besonders gesund.

Danach waren wir noch zwei Nächte in Tokyo, bevor Johan wieder abgereist ist und ich zurück nach Nagoya gefahren bin. Tatsächlich haben wir genau den einen Tag im Jahr erwischt, an dem es in Tokyo geschneit hat. Das war zwar wirklich schön anzusehen, aber leider auch ziemlich kalt, wir haben daher sehr viele Zwischenstopps in Cafés eingelegt. Tokyo fand ich insgesamt schon nett, aber den großen Hype darum verstehe ich nicht so ganz. Vielleicht ist es spannender, wenn man gerne shoppen geht.

Ausblick vom Tokyo Skytree aus 450m Höhe. Man konnte sogar den Fuji sehen.

Ausblick in die andere Richtung

In der Nähe des Kaiserpalastes in Tokyo

Sushi mit Aal.

Sushi essen am Fischmarkt in Tokyo

Am Wochenende danach war ich wieder wandern und anschließend im Onsen. Leider war das Wetter etwas trüb, aber dafür überraschend warm. Es war so mild, dass ich im T‑Shirt vom Onsen zurück zum Bahnhof gelaufen bin. Der Frühling ist eindeutig im Anmarsch.

 

Pflaumenbäume blühen schon.

Das vergangene Wochenende war wieder ein langes Wochenende, da am Montag der Geburtstag des japanischen Kaisers gefeiert wurde (ein nationaler Feiertag). Ich habe die freien Tage mit einem Freund aus dem Studium verbracht, der gerade für drei Monate in Tokyo ist. Gemeinsam haben wir erfolgreich die Stadt erkundet. Außerdem war ich zum dritten Mal am Schloss in Nagoya, diesmal allerdings mit Führung, was wirklich interessant war. Und wir waren wieder Pfannkuchen essen, genauso lecker wie beim letzten Mal.

 

Blühende Pflaumenbäume in der Nähe des Schlosses

Tiramisupfannkuchen!

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ich melde mich zurück - aus Japan

Winterferien