Ein verlängertes Wochenende in Osaka

Am 12. Januar war hier Coming of Age Day, ein Feiertag für junge Erwachsene. Da sich dadurch ein verlängertes Wochenende ergeben hat, bin ich nach Osaka gefahren, habe zwei Nächte in einem Kapselhotel übernachtet und tagsüber die Gegend erkundet.

Am Samstag habe ich mir zunächst die Stadt angeschaut und unter anderem die Burg besucht. Wikipedia hat mir übrigens verraten, dass die Gebäude, die ich bisher als Schlösser bezeichnet habe, streng genommen Burgen sind, weil es sich um Befestigungsanlagen handelt. Auch diese Burg ist kein Original mehr, da sie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Heute befindet sich darin ein Museum mit vielen interessanten Informationen. Anschließend war ich in einem japanischen Garten und habe die Ruhe dort genossen. Zum Abendessen gab es Okonomiyaki, sehr lecker! Das Restaurant stand im Reiseführer und den Stickern nach zu urteilen auch im Michelin Guide. Das Warten hat sich absolut gelohnt.


Okonomiyaki zum Abendessen

Im japanischen Garten


Die Burg in Osaka mit sehr imposanten Steinmauern mal wieder


Die Aussicht von oben

Am Sonntag bin ich mit dem Zug nach Himeji gefahren, um mir die nächste Burg anzusehen. So langsam fühle ich mich wie in früheren Familienurlauben, in denen wir ständig Kirchen besichtigt haben, jetzt sind es halt Burgen. Die Burg von Himeji ist etwas Besonderes, weil sie weitgehend im Original erhalten geblieben ist (natürlich mit einigen Restaurierungen). Ihre heutige Form stammt aus dem 17. Jahrhundert, doch schon seit dem 14. Jahrhundert gibt es an dieser Stelle eine Burg. Besonders an solchen Burgen ist, dass der Großteil der Konstruktion aus Holz besteht. Nur das Fundament ist aus Stein, der gesamte Aufbau darüber ist aus Holz. Die Burg gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den Nationalschätzen Japans, genauso wie die Burg in Inuyama.

Auf den Fotos sieht das Wetter zwar freundlich aus, aber tatsächlich hat es an dem Tag sogar kurz geschneit, und es war überraschend windig. Ich habe ein bisschen gefroren.

Die Burg

Mein Frühstück morgen, ich liebe diese Cafés wo man morgen auch ein Frühstück für wenig Geld bekommt.

Natürlich war ich auch noch in einem japanischen Garten



Im inneren der Burg


Der Ausblick von oben

Nochmal die Burg

Die beeindruckenden Mauern und Gräben drum herum.
 
Am Montag bin ich noch nach Nara gefahren, bevor es abends mit dem Bus zurück nach Hause ging. Nara ist besonders bekannt für seinen Park, in dem zahme Hirsche frei herumlaufen, sowie für mehrere beeindruckend gut erhaltene Tempel und Schreine. Einer der berühmtesten ist der Todai-ji. Das Hauptgebäude gilt als das größte Holzgebäude der Welt und beherbergt eine riesige Buddhastatue.

Im Park



Einer der Schreine

Der Todai-ji Tempel

Die zahmen Hirsche

Nochmal der Tempel

 

Die Buddahstatue

Es war wirklich schön, für ein paar Tage aus Nagoya herauszukommen und einen anderen Teil Japans zu erkunden, auch wenn es insgesamt ziemlich intensiv war. Eigentlich bin ich ganz froh, dass ich in einer weniger touristischen Stadt wie Nagoya gelandet bin.

Am Sonntag war ich außerdem in Tahara wandern, einer Halbinsel südlich von hier. Das Wetter war herrlich und überraschend warm. Auf der Zugfahrt habe ich gesehen, dass in der Gegend viel Obst und Gemüse angebaut wird. Hier ein paar Eindrücke von der Wanderung:


Hier haben tatsächlich schon ein paar Blumen und Bäume geblüht. Es fühlt sich an wie Mai!

Die Aussicht von oben

Das Meer


 

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