Bottenviken runt

Bottenviken - der nördlichste Teil der Ostsee der von der Meerenge zwischen Umeå und Vasa abgegrenzt wird. Genau da sind wir in einem 4-Tage Wochenende einmal darum herum, als Kurzurlaub quasi. Dabei haben wir Stops in Luleå, Haparanda/Tornio, Oulu und Vasa gemacht.

Unsere Zwischenstopps: Luleå, Haparanda/Tornio, Oulu und Vaasa.

Am Donnerstagabend ging es bereits nach Luleå wo wir uns dann am Tag darauf die alte Stadt um die Kirche (Gammelstaden, UNESCO Weltkulturerbe) angeschaut haben und einen Spaziergang durch die Stadt gemacht haben. Zwar war ich schon zweimal in diesem alten Stadtsteil, aber es ist immer wieder schön dort. Außerdem haben wir dieses Mal relativ viel Zeit dem Freilichtmuseum dort verbracht und dann habe ich doch noch etwas neues dazu gelernt. Dort waren einige Höfe aus dem nördlichen Schweden ausgestellt (natürlich habe ich dort keine Bilder gemacht, wie mir gerade auffällt). 

In diesen Häusern haben früher Leute übernachtet als sie für den Gottesdienstbesuch nach Luleå kamen. Damals war der Meeresspiegel noch 10 Meter über dem heutigen Niveau (aufgrund der Eiszeit bewegt gibt es nach wie vor Landhebung), damals war die Stadt auch mit dem Schiff erreichbar.

Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert gebaut.

  
Ein Spaziergang in Luleå in der Stadt. Das Wasser dort war auch bereits teilweise gefroren.

Am Nachmittag als die Sonne dann unterging und es angefangen hat zu Schnee-regnen sind wir dann weiter in Richtung finnische Grenze gefahren, nach Haparanda/Tornio. Dort haben wir am nächsten Tag vormittags einen Spaziergang in der Stadt gemacht und sind dann nachmittags an den Kukkulaforsen. Am Ende des Tages sind wir über 30km gelaufen und waren dann auch ein bisschen kaputt. Abends um 10 Uhr haben wir dann den Zug nach Oulu genommen. Es war ein langer aber schöner Tag.

Am Kukkulaforsen, eine Stromschnelle am Fluss Torne. Dort wurde traditionell die Lavaret mit Keschern gefischt. Die Fische konnten nicht einfach die Stromschnelle hinauf schwimmen sondern mussten immer wieder pausen hinter Steinen machen wo das Wasser weniger schnell fließt. Dort konnte man dann die Fische relativ einfach fangen.

Ein Teil der Häuser aus dieser Zeit steht noch. Unter anderem auch der Turm mit der Uhr der für die Arbeiter wichtig war um Schichten einzuhalten.

Der östlichste Fastlandspunkt Schweden's liegt hier.


Kunstwerk in Haparandra, nahe des Flusses. Dort gab es auch einige Infotafeln über den Ort. Im ersten Weltkrieg war die Stadt wohl von Bedeutung und es gab viele Gefangenenaustausche.

Die schwedisch-finnische Grenze. Man bemerke, in Finnland ist der Weg scheinbar beheizt, in Schweden aber nicht.

Am nächsten Tag in Oulu (oder Uleåborg wie der Schwede sagt), haben wir es dann etwas langsamer angehen lassen. Erstmal sind wir in einem Café frühstücken gegangen und dann haben wir noch einen langen Spaziergang durch die Stadt bis ans Meer gemacht. Die Stadt ist keine wirkliche Besonderheit sondern eher ein bisschen zugebaut da es auch lange eine Industriestadt war. Trotzdem war es interessant ein bisschen die Stadt zu erkunden.



Am Strand

Das Schloss von dem nur noch das Fundament übrig ist.

 
In Oulu waren wir zwei Nächte und sind dann am Montag morgen mit dem Zug weiter nach Vasa. Dort haben wir dann Abends die Fähre zurück nach Umeå genommen.

Es gab Buffet auf der Fähre, wie man sieht war nicht besonders viel los. Aber das Buffet war ausgesprochen lecker.

Es gab einige nette alte Gebäude in Vasa in der Innenstadt.

Große Kirche in der Stadtmitte.


Ein See in Vasa, leider ist die Stadt auch eher von Industrie geprägt.

Das waren ein paar Eindrücke von unserer Reise. Jetzt habe ich es auch endlich mal nach Finnland geschafft! Nach einer kurzen Arbeitswoche bin ich jetzt auf dem Weg nach Rom für eine Geschäftsreise.


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