Wie die meisten es vermutlich schon mitbekommen haben, bin ich aktuell auf Spitzbergen. Am Montag morgen ging die Reise mit dem Zug los, zuerst nach Narvik und von dort auf mit dem Bus nach Tromsø. Am nächsten Tag nahm ich dann den Flieger nach Longyearbyen auf Spitzbergen. Dort angekommen wurde ich netter Weise direkt vom Flughafen abgeholt und quasi vor die Haustür des Studentenwohnheims gefahren. Das ist jetzt die kommenden zwölf Wochen mein zu Hause. Longyearbyen ist die größte 'Stadt' auf Spitzbergen mit rund 2600 Einwohnern. Es gibt hier aber auch recht viel Tourismus weshalb es manchmal größer wirkt. Hier ein paar Eindrücke der Umgebung:
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Adventfjorden an dem Longyerbyen liegt
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Das Seitental in dem Longyearbyen liegt.
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Die meisten Fragen sich vermutlich was ich da tue. Kurz gesagt mache ich einen Forschungsaufenthalt und habe das ganze noch mit einem Kurs kombiniert. In meinem nächsten Projekt werde ich unter anderem Instrumente verwenden die auf der Erde stehen (und nicht wie sonst im Weltall herum 'fliegen' oder eigentlich fallen wenn man genauer nehmen möchte). Um genauer zu sein geht es um Radars, welche die zum Beispiel die Geschwindigkeit von Plasmateilchen in der Ionosphäre (oberer Teil der Atmosphäre) aufnehmen. Außerdem verwende ich Magnetometer, die messen einfach nur das Magnetfeld und eventuell all-sky cameras, Kameras welche den gesamten Nachthimmel abbilden. Nachdem in Umeå die Kompetenzen zu diesen Instrumenten begrenzt sind, bin ich also hierher (die all-sky cameras sind jetzt nicht so das Problem). Der Kurs ist außerdem eine sinnvolle Ergänzung zu meinem PhD. Ich glaube ich sollte mal versuchen etwas genauer über das Projekt zu berichten, aber nicht heute.
Am Dienstag angekommen habe ich dann meine Sachen abgestellt und bin erst mal in das Universitätszentrum (UNIS) gegangen um dort meinen Studierendenausweis abzuholen sodass ich in das Gebäude kann. Danach ging es dann zum Einkaufen um dann festzustellen, dass es teure drei Monate werden.
Aktuell darf ich noch nicht alleine die Stadt verlassen, da ich dazu eine Waffe brauche oder eben jemand mit Waffe (wegen der Eisbären). Um Waffen leihen zu dürfen muss ich ein Zertifikat vom Gouverneur von Svalbard holen. Dazu wiederum brauche ich ein Führungszeugnis und den Nachweis, dass ich mit einem Gewähr umgehen kann. Hierfür brauche ich dann eine Sicherheitseinweisung von UNIS. Die bekomme ich nächsten Dienstag.
Trotzdem war ich am Donnerstagabend noch eine kleine Wanderung machen die vom Studentenwohnheim organisiert wurde. Hier ein paar Eindrücke:
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Rechts der Steinhaufen des Aussichtspunkts
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Blick in das Tal in dem Longyearbyen liegt
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| Aussicht auf Longyearbyen |
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