Eva auf Reisen
Eigentlich wollte ich anstatt diesen Blogeintrag zu schreiben noch etwas für meinen Schwedischkurs machen, aber es war auch einfach höchste Zeit mal wieder zu bloggen und von meiner Belgienreise und Deutschlandreise zu erzählen. Und es ist auch irgendwie nicht so spannend das gefühlt dreißigste Mal zu lernen wie man richtig zitiert. Wobei es auch eine Kunst ist es jedes Mal wieder zu vergessen und immer wieder aufs Neue nachschauen zu müssen. Auf Arbeit ist es irgendwie leichter als im Schwedischkurs (oder in Deutsch damals in der Schule).
Ende letzten November bin ich nach Belgien zu einem einwöchigen Nachtreffen von der Sommerschule in der ich letzten Juli war. Dort haben wir das Konzept unserer Mission überarbeitet und verfeinert. Nachdem es eine mittelmäßige Katastrophe ist mit dem Zug nach Belgien zu fahren, habe ich mich dann am Ende doch für den Flug entschieden. Außerdem muss es ja auch noch preislich gerechtfertigt sein, also immer das billigste. Das Nachtreffen war irgendwo im Nirgendwo in Südbelgien, aber ich musste sowieso über Brüssel fliegen woraufhin ich beschlossen habe auch dort gleich einen Tag zu verbringen. Aber es kam sowieso wieder alles anders.
Der Plan war am Freitagabend mit dem Zug nach Stockholm loszufahren und dann morgens von dort auf den Flieger nach Brüssel zu nehmen. Nachdem ich dann bereits eine Stunde im Zug saß bekam ich die Nachricht, dass mein Flug gestrichen wurde. Mir blieb aber nichts anderes übrig als weiter zu fahren. Morgens (ich kam um halb sechs in Stockholm an) habe ich dann erstmal die Fluggesellschaft angerufen und einen neuen Flug am Nachmittag bekommen. Ein Freund von mir wohnt inzwischen in Stockholm den ich glücklicherweise sehr kurzfristig besuchen konnte und wir sind dann noch über den Weihnachtsmarkt in Stockholm. Damit habe ich dann immerhin den Vormittag rum bekommen. Am Nachmittag ging es dann nach Arlanda (dort ist der große Flughafen von Stockholm) um von dort auf weiterzufliegen. Alles läuft wie geplant, bis wir Richtung Startbahn rollen. Mit einem technischer Fehler am Flugzeug geht wieder zurück ans Gate. Am Ende des Tages muss ich also eine Nacht in Arlanda bleiben und am nächsten Morgen den Flieger nach Brüssel nehmen. Mit über 24 Stunden Verspätung komme ich dann endlich an, aber Zeit für Brüssel habe ich natürlich keine mehr. Naja ich habe das Atomium aus dem Zug gesehen.
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| Kurz nach dem Start bei Stockholm |
Die Woche geht schnell vorbei, aber es macht auch Spaß an der Mission weiter zu arbeiten und bekannte Gesichter wieder zu sehen. Untergebracht waren wir in einem Hotel in einem winzigen Dorf, also haben wir am Abend auch nix anderes gemacht als den Abend im Restaurang mit ein paar Bier zu verbringen.
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| Ein Blick vom Innenhof |
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| Das Hotel |
Am vorletzten Abend ging es dann noch in das Galaxia, eine Art Erlebniszentrum zum Thema Raumfahrt. Zum Beispiel gab es eine Zentriuge die 3g erzeug hat (3x die Erdbeschleunigung). Sollte man aber versuchen Liegestütze zu machen, bekommt die Corioliskraft deutlich zu spüren. Sehr vewirrend für den Gleichgewichtssinn. Am letzten Tag ging es dann nach Redu, dort hat die ESA eine ihrer Bodenstationen wo sie mit Antennen Daten von Satelliten sammelt. Dort durften wir dann unser Projekt nochmal vorstellen und haben eine Führung bekommen.
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| Die Antennen in Redu. Wir durften leider kein Bilder machen, aber die ESA hat ja zum Glück welche. Es war schon irgendwie cool und beeindruckend. Credits: ESA |
Daraufhin ging es auch schon wieder nach Schweden zurück, die Rückfahrt verlief zum Glück ohne größere Schwierigkeiten und ich habe es geschafft am Flughafen noch eine landestypische Waffel zu essen:
Die zweite Reise war dann also über Weihnachten nach Neujahr. Zwar hatte ich auch dort mit Verspätungen zu kämpfen, aber ich kam am Ende doch noch pünktlich an. Auch bin ich diesesmal wieder geflogen, weil es die schwedische Bahngesellschaft dieses Jahr ziemlich verkackt hat (sorry, anders lässt sich das nicht beschreiben). Die Tickets für den Dezember wurden erst am 9. November frei gegeben, wodurch die Seite 2 Tage lang überlastet war. Nachdem mir das eigentlich schon viel zu spät war um Tickets zu buchen und aufgrund der hohen Nachfrage die Ticketpreise auch noch abartig hoch waren bzw die Züge angeblich schon ausgebucht ware, habe ich doch ein Flug gebucht (mit jetzt ausreichend schlechtem Gewissen).
An Weihnachten gab es dann schwäbisch-schwedisches Fusionfood:
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| Elchköttbullar mit Spätzle und Blaukraut |
An den Feiertagen verlief auch nicht alles wie geplant aufgrund von ungeplanten Coronafällen. Aber am Ende habe ich die Zeit und die Tageslänge schon sehr genossen. Außerdem gab es noch leckeren Zwetschgenkuchen bevor es wieder nach Umeå ging:
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| Danke Mama! |






