Ein leicht chaotischer Samstag.
So, seit knapp einer Woche bin ich wieder zurück in Umeå, nachdem ich über Weihnachten und Neu Jahr doch mal wieder in Deutschland vorbei geschaut habe. Heute war richtig geiles Wetter hier, Sonnenschein und -5°C. Deswegen musste ich gleich das Wetter nutzen und eine Runde Langlaufen gehen. Aber wie gewöhnlich lief nicht alles so wie geplant.
Eigentlich wollte ich mit Freunden Langlaufen gehen und dazu wollten wir mit dem Auto an die Loipe fahren nachdem die Loipe hier um die Ecke noch nicht wieder gespurt wurde. Allerdings haben diese seit 4 Wochen ihr Auto nicht bewegt weshalb es dementsprechend eingefroren und eingeschneit war (seitdem kamen locker 40-50 cm Schnee runter + Tauwetter zwischenzeitlich). Nachdem wir das Auto also endlich frei geschaufelt hatten ging es dann allerdings nicht an. Daraufhin musste dann erstmal Verstärkung geholt werden für Starthilfe. Nachdem dann etwas unklar war wann und wie wir los kommen, bin ich dann doch mit dem Fahrrad los. Eigentlich wollte ich zu einer Loipe am Nydalasjön, dort war aber heute ein Wettbewerb, wie ich bei meiner Ankunft feststellen musste. Also habe ich mich wieder aufs Fahrrad gesetzt und bin an eine andere Loipe gefahren. Dort habe ich dann 1.5 Runden gedreht, allerdings war ich dann danach ziemlich müde und hunrig, sodass ich relativ zügig wieder nach Hause gefahren bin. Also es geht zwar schon die Langlaufskier auf dem Fahrrad zu transportieren, aber dann das Fahrrad auch noch einhändig durch den Schnee zu manövrieren ist immer eine kleine Herausforderung. Ein Auto wäre manchmal schon praktisch.
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| Aber es war es wert! |
Es ist übrigens immer wieder lustig in einem internationalen Umfeld zu sein. Mein Kumpel schrieb mir heute morgen, dass er in 30 Minuten zum Auto geht um es frei zu schaufeln. Nachdem ich weiß, dass er sich meisten eh etwas verspätet und ich sowieso ein bisschen spät dran war, komme ich also erst nach 45 Minuten dort an. Allerdings ist weit und breit niemand zu sehen. Kurz darauf bekomme ich dann auch die Nachricht von meinem Kumpel, dass er in 5 Minuten zum Auto geht. Selbst wenn ich versuche zu spät zu kommen, bin ich immer noch zu früh. Das mit der deutschen Pünktlichkeit bekomme ich irgendwie nicht los. Der besagte Kumpel ist übrigens weder Deutscher noch Schwede.
Den Rest des Tages habe ich dann mit einkaufen, telefonieren und aufräumen verbracht (und natürlich nur die Hälfte geschafft). Zum Abendessen habe ich dann Sauerkrautpizza gemacht. Sauerkraut gibt es immerhin im internationalen Teil des Supermarktes.
Aber auch in Umeå ist nicht immer super Wetter. Als ich am Montag in die Arbeit kam, sah es so aus:
An solchen Tagen wird es irgendwie auch nie ganz hell im Büro. Diese Woche hat es dann auch mal geregnet, richtig geil wenn auf der Straße 10 cm festgefahrene Schneedecke aufweicht!

