Cykeltur

So wo fange ich denn an? Als ich am Sonntag überlegt habe über was ich schreiben soll, war ich mir fast sicher, dass ich nix habe worüber ich schreiben kann. Jetzt sind mir doch mal wieder einige Dinge eingefallen. Mal gucken wie lange der Eintrag jetzt also wird.

Also, ich fange mal von vorne an, und zwar die Tageslichtdaten:

Sonnenaufgang: 4:06 Uhr
Sonnenuntergang: 21:07 Uhr
Sonnenhöchststand: 42°

Jetzt gibt es übrigens auch keine astronomische Dämmerung mehr, das heißt die Sonne geht nie unter -12°. Wenn man also um Mitternacht rum auf wäre, würde mal wohl keinen schwarzen Himmel mehr sehen. Beurteilen kann ich das leider nicht, da schlafe ich für gewöhnlich schon. Vielleicht sollte ich das am Wochenende mal ausprobieren, wie es gegen 0 Uhr aussieht.... oder eigentlich 0:30 Uhr.

Ansonsten war am Montag wie immer Pfaditreffen, dieses Mal ging es um Hygiene auf dem Lager. Es war also eher eine theoretische Einheit. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass man (theoretisch) aus Asche und Fett Seife herstellend kann. Gut zu wissen falls es nochmal zu einer Pandemie kommt, wo die Seife ausgeht. Wobei es muss keine Asche sein, es reicht etwas basisches. Es wurde übrigens auch über Menstruation geredet, das fande ich sehr interessant aus gesellschaftlicher Perspektive. In den USA würde man das eher nicht machen und in Deutschland hätte ich das auch nicht unbedingt erwartet. Dieses Thema scheint hier aber im Allgemeinen etwas offener zu sein, darüber hatte ich nämlich auch schon mit meiner Zimmernachbarin eine Unterhaltung.

Der Rest der Woche verging dann wieder mit Bachelorarbeit. Am Donnerstag hatte ich noch meine mündlische Schwedischprüfung. Ich habe mit VG (väl godkänd) bestanden. In der Prüfung sollten wir eine Buch/Film/Serie vorstellen, wir durften allerdings selber wählen was wir verstellen wollen. Daher hab ich ein bisschen über das Buch "Der Marsianer" von Andy Weir berichtet. Das hatte ich inzwischen auf Schwedisch und Englisch gelesen. Bei der Vorbereitung habe ich auch noch ein paar interessante Wörter gelernt (wie oft ich die brauche sei jedoch dahin gestellt):

Gravitationsslunga: Swing-by Manöver (aus der Raumfahrt eine Methode wo man die Anziehung von Planeten ausnutzt um zu beschleunigen)
Rymdpromenad: Weltraumspaziergang/Außenbordeinsatz (aus dem Englischen: EVA - extra vehicular activity)

Am Donnerstag war ich dann auch nochmal Geocachen, allerdings war ich in einem etwas bewalderten Gebiet unterrwegs und war auf einmal knietief im Schnee gesteckt. Die Wandersaison lässt wohl noch auf sich warten...


Es hat die letzte Woche übrigens auch nochmal ein paar Mal geschneit, es war also richtiges Aprilwetter. Frost hat es nachts übrigens auch noch.

Am Freitag war es dann mal wieder Zeit für Tacos und ich habe die Serie "The Witcher" zu Ende geschaut. Verdammt gute Serie in meinen Augen und ich möchte auch unbedingt eines Tages noch die Bücher lesen. 

Am Samstag habe ich dann mal wieder eine Fahrradtour gemacht, dieses Mal allerdings nur 30 km. Am Anfang hatte ich auch leider ziemlich viel Gegenwind, die Rückfahrt war dafür umso schöner. Es hat auf jeden Fall gut getan sich mal wieder etwas auszupowern. Leider gibt es hier außerhalb der Stadt allerings kaum Fahrradwege. Also muss man meistens auf der Straße fahren, allerdings geht das gut wenn man die weniger befahrenen nimmt.
 



Dort bin ich auch schon mal davor vorbei gekommen, als ich im Herbst von Vännes nach Umeå zurück gelaufen bin. So sah es damals aus:



Ansonsten habe ich mich dieses Wochenende mal wieder an meinen Brotbackkünsten versucht. Ich musste feststellen mir Rezept ist es doch etwas leichter, da passen die Mengerverhältnisse einfach besser. Meine neuen Freunde sind Leinsamen geworden, ich habe sogar welche gefunden, die in Schweden angebaut wurden. Es ist einfach schön Brot mit einer Kruste zu haben, jetzt fehlt nur noch der Brotaufstrich...

Keine Sorge ich habe auch noch mehr Freunde als nur Leinsamen (die sind aktuell allerdings in der Überzahl). Ich bin von Kurzem beim spazieren gehen einer anderen Deutschen aus meiner Buddygruppe über den Weg gelaufen. Darufhin haben wir ein bisschen gequatscht und unter der Woche waren wir zusammen spazieren. Am Sonntag haben wir dann Fika bei ihr gemacht (mit noch einer Freundin von ihr), da sie zu Ostern (griechisch-orthodoxe feiern erst jetzt Ostern) Hefezopf und Kuchen gebacken hat. War sehr lecker und hat Spaß gemacht mal wieder andere Austauschstudenten zu treffen. Ist irgendwie lustig über die gleichen Erfahrungen zu reden, was man alles noch so machen möchte und nicht jedes Mal wenn man über das Thema Schule/Uni redet erstmal das ganze System in Deutschland erklären zu müssen.

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