April hajken
Der April macht was er will, das ist wohl eine gut Zusammenfassung des Wetters aktuell. Anfang der Woche war ja noch sehr schönes Wetter und ich bin bei Sonnenschein augewacht, am Freitag hat es dann aber wieder geschneit. Der Schnee bleibt zum Glück nur noch auf Altschnee liegen, daher kann man zumindest noch gut Fahrrad fahren. Inzwischen bekommen die Bäume aber auch immerhin ihre ersten Knospen.
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| Sonst blüht hier allerdings noch nicht viel. |
Diese Woche habe ich mich eine weiteres typisch schwedisches Essen getraut: Blutpudding. Ich kann mich noch erinnen, als hier ankam und das erste mal durch den Supermarkt gegegangen und verpackten Blutpudding gesehen habe. Sagen wir es so, es war ein kleiner Kulturschock. Stellt sich aber heraus, es schmeckt besser als es aussieht. Blutpudding wird unter anderem aus Schweineblut und Roggenmehl hergestellt, zumindest ursprünglich. Die Supermarktvariante enthielt aber lediglich Bluteiweiß.
Das ganze wird dann in Scheiben geschnitten und in der Pfanne mit Butter gebraten. Dazu gibt es natürlich Preiselbeermarmelade. Es wird wohl auch Reihenhausfleisch genannt, da es eigentlich ein billiges Produkt aus Abfällen beim Schlachten ist. Im Allgemeinen gibt es einige Gerichte in Schweden die mit Blut hergestellt werden. Pitepalt, die Kartoffelklöße mit Speck gefüllt, gibt es zum Beispiel auch teilweise mit Blut im Teig.
Am Freitag war es dann endlich Zeit für unsere Übernachtung draußen im April. Leider haben wir uns den denkbar schlechtesten Tag rausgesucht, es hat geschneit und außerdem ziemlich stark gewindet. Aber meckern hilft auch nix und deswegen haben wir uns abends um 9 Uhr getroffen um noch ein paar Windschütze aufzustellen. Die gute Nachricht: um diese Zeit ist es inwischen hell genug, sodass man noch keine Taschenlampe braucht. Aktuell sieht es nämlich folgendermaßen aus:
Sonnenaufgang: 4:30 Uhr
Sonnenuntergang: 20:45 Uhr
Danach haben wir noch ein Feuer gemacht, es musste auch niemand blasen um es anzubekommen, das hat der Wind von alleine gemacht. Ich habe die Nacht dann aber in meinem Notfallbiwak verbracht, damit es im Windschutz weniger voll ist (wegen Corona und so). Das hat sich aber ganz gut ergeben, ich wollte das Biwak eh schonmal ausprobieren, da war es also die perfekte Gelegenheit.
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| Da habe ich noch geschlafen |
Also für eine Nacht kann man das gut anwenden, aber es ist eben nicht atmungsaktiv und außerdem ist der Kopf nicht unbedingt vor Regen geschützt, aber es hat trotzdem gut funktioniert und ich habe die Nacht gut geschlafen.
Am Samstag bin ich dann noch eine Runde spazieren gegangen und zwar im Wald in der Nähe, dort sieht es aktuell noch so aus:
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| Es war relativ anstregend auf dem Schneematsch zu laufen... |




