Norsken
Schon wieder eine Woche rum und es ist wieder Zeit darüber zu berichten. Erstmal "das Wichtigste":
Sonnenaufgang: 7:09 Uhr
Sonnenuntergang: 16:33 Uhr
Mir scheint tatsächlich nachmittags wieder die Sonne ins Zimmer. :)
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| Blick aus dem Fenster am Mittwochnachmittag |
Jetzt aber zu den interessanteren Dingen, als ich am Montagabend von den Pfadis nach Hause geradelt bin, habe ich einen schwachen Polarlichtbogen am Himmel gesehen. Allerdings war ich mir dann auch mal wieder nicht sicher ob das nur Einbildung ist oder nicht. Zu Hause angekommen habe ich dann also kurz die aktuellen Space Weather Daten angeschaut und beschlossen, dass es sich wohl lohnt raus zu gehen und ich habe sogar meine Digitalkamera mitgenommen. Und es hat sich tatsächlich auch wirklich gelohnt und ich habe nochmal gute Polarlichter sehen können und sogar fotografieren. Ich habe zwar nicht die beste Kamera dafür und durch die Langzeitbelichtung wird es leider etwas unschärfer, aber immerhin. Je nachdem können Polarlichter sehr schnell ihre Farbe und From ändern. Ich habe diesesmal sogar ein bisschen rot gesehen!
Am Dienstag war Fettisdagen wo man traditionell Semla isst. Das so eine Art süßes Hefeteigbrötchen gefüllt mit Marzipanrohmasse und Sahne. Am Dienstagabend haben wir uns also von unserem Korridor aus in der Küche getroffen und zusammen Semlor gegessen und Kaffee getrunken.
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| Viel zu gut.... |
Mittwochs hatte ich dann von meinem Arctic Science Kurs eine Präsenzveranstaltung wo wir uns in einer kleinen Gruppe auf dem Unigelände getroffen haben und Schnee untersucht haben. Dafür mussten wir ins 2er-Gruppen ein Loch im Schnee graben und dann ein paar Messungen vornhemen. Zum Beispiel die Anzahl der Schichten im Schnee, wie die Schneeflocken aussehen, Dichtemessungen und wir sollten schauen ob wir eine instabile Schicht haben (das ist bei Lawinen interessant). Im Durchschnitt waren die Löcher übrigens so um die 70cm tief, also so viel Schnee liegt seit ein paar Wochen hier rum. Zurzeit schneit es aber auch wieder, also momentan wird es nochmal eher mehr als weniger. Es hatte an diesem Morgen auch -20°C, aber es ging trotzdem erstaunlich gut so lange draußen zu sein.
Ansonsten hätten wir das Wochenende eigentlich mit den Pfadfindern wegfahren sollen, aber leider hat sich die Region hier zu einem Coronahotspot entwickelt und deshalb haben wir uns dann entschlossen wieder alleine draußen zu schlafen. Eigentlich ist das große Problem ein Ausbruch in Lycksele und einer Skellefteå (beides zum Glück ein Stück weg), aber deswegen gibt es hier auch gesonderte Empfehlungen. Aber deswegen habe ich von Freitag auf Samstag mal wieder alleine draußen geschlafen. Dieses Mal habe ich eine zweite Isomatte verwendet damit es von unten nicht so kalt kommt, aber es war eigentlich gar nicht so kalt die Nacht.
Am Samtag war ich dann noch mit einer anderen Deutschen (mit der ich das Loch im Schnee am Mittwoch gegraben habe) eine große Runde am Fluss spazieren und am Ende war ich fast vier Stunden draußen. Es hatte am Freitagabend auch wieder leicht das schneien angefangen, deshalb war es ein bisschen anstregender als normal. Hat aber auf jeden Fall gut getan. Ansonsten habe ich das Wochenende ruhig verbracht.

