Vecka 43

Es wird dunkel hier... Und mit der Zeitumstellung geht die Sonne jetzt schon ähnlich wie in Deutschland im Dezember unter.  So sieht es übrigens heute aus:
Sonnenaufgang: 7:02
Sonnenuntergang: 15:42

Naja ich will jetzt nicht übers Wetter meckern. Aber besonders viel zu berichten habe ich aktuell tatsächlich nicht. Dadurch dass ich bald eine Prüfung habe, habe ich dieses Wochenende nichts besonderes gemacht und auch ein bisschen gelernt. Außerdem bin ich um den See gejoggt und das Wetter war tatsächlich sehr schön und ich musste ein paar mal anhalten um ein paar Photos zu machen. Und ja der Schnee vom Anfang der Woche lag am Samstag tatsächlich noch teilweise. Aber jetzt wird es erstmal wieder wärmer werden und der Schnee ist fast weg.

Schön ist es schon

Aber auch ein bisschen glatt

Ich bin echt überrascht wie lange sich der Schnee gehalten hat.

Mir fällt gerade auf, eine Sache ist doch passiert: Am Freitagabend habe ich nochmal Polarlichter gesehen (wie konnte ich das nur vergessen?!). Dieses Mal am Nydalasjön. Nachdem in der Facebookgruppe bekannt gegeben wurde, dass die Daten gut aussehen bin ich mit anderen Austauschstudenten los und gegen halb elf war es dann endlich so weit! Leider habe ich nach wie vor noch kein Bild, ich hatte meine Kamera zwar dabei, aber es ist eine Weile her, dass ich sie benutzt habe und daher wusste ich spontan nicht welche Einstellung ich wählen soll. Außerdem brauche ich ein Stativ oder ähnliches für eine lange Belichtungszeit. Aber ich gehe davon aus, dass es noch ein paar Möglichkeiten gibt um Bilder zu machen.
Jedenfalls waren wie Polarlichter wieder relativ stark (es gabe einen ganzen Bogen am Himmel) und dieses Mal auch grünlicher und an ganz besonders starken Stellen ging es sogar ins rötliche über.

Ansonsten hatte ich noch eine Veranstaltung von den deutschen Pfadfindern und nachdem aktuell alles online stattfindet konnte ich auch dort teilnehmen. 

Damit ihr hier nicht nur meine lange Version von "eigentlich ist nix passiert" lesen müsst, dachte ich, ich könnte mal ein paar Unterschiede zu Deutschland aufzählen, die mir bis jetzt so aufgefallen sind:

  1. Als Fußgänger läuft man hier links auf dem Fuß- und Fahrradweg und als Fahrradfahrer fährt man rechts. Aus Versehen habe ich mich letzte Woche mal nicht daran gehalten und wurde auch direkt von einem Fahrradfahrer angepöpelt. Uuupsi...
    Also man muss auch sagen nicht alle halten sich immer dran und in der Fußgängerzone ist es nicht so, aber im Großen und Ganzen funktioniert das ganz gut.
  2. Der Facebookmessenger... So wie die meisten in Deutschland WhatsApp (oder mittlerweile auch Telegram) benutzen, verwenden hier alle den Facebookmessenger. Ich habe mich Jahre lang geweigert ihn zu installieren, hier habe ich es dann innerhalb von zwei Tagen getan. Naja auch WhatsApp gehört zu Facebook, also meine Daten haben sie ohnehin schon. Zum Glück habe ich meine Facebookaccount nicht gelöscht, das habe ich mir nämlich schon ein paar Mal überlegt.
  3. Am Zebrastreifen halten hier auch alle Autos wirklich an! Am Anfang musste ich mich erstmal daran gewöhnen nicht unsicher stehen zu bleiben und abzuwarten ob das Auto auch tatsächlich stehn bleibt. Schauen muss man natürlich trotzdem, aber hier scheint das Konzept tatsächlich zu funktionieren (außerdem finden es Schweden lustig das wir dazu "Zebrastreifen" sagen, denen  fehlt wohl etwas die Fantasie).
  4. Wochennummern: Vielleicht macht auch gleich der Titel etwas mehr Sinn. Schweden verwenden unglaublich gerne Wochennummern, also anstatt zu sagen "die Herbstferien finden vom 26.10-30.10 statt" sagt man lieber "in Woche 44 sind Herbstferien". Ich muss jetzt immer erstmal nachschauen welche Woche wir eigentlich haben... 
  5. Stadtteile: Ich kann leider nicht sagen ob das nur in Umeå so ist oder für ganz Schweden gilt, aber ganz Umeå ist in Stadtteile eingeteilt. Das heißt wenn mich jemand fragt wo ich wohne muss ich nicht erst überlegen wie ich das jetzt am besten beschreiben, sondern ich kann einfach den Stadtteil nennen, in meinem Fall also Nydalahöjd. Selbst die Supermärkte sind nach ihren Stadtteilen benannt (zumindest die ICAs, die sind nämlich überall). Die Stadtteile sind auch nicht besonders groß, das heißt man kann die Entfernung dann bereits gut abschätzen.
Natürlich lässt sich diese Liste noch fortsetzen (ja natürlich gibt es hier auch viele rote Holzhäuser und es wird viel mehr Köttbullar gegessen). Der kulturelle Unterschied ist aber im Vergleich zu den USA zumindest in meinen Augen eindeutig geringer (ist jetzt vermutlich auch nicht besonders überraschend). Allerdings ist es auch etwas schwieriger kulturelle Unterschiede raus zu finden, da man, im Vergleich zu einem Auslandsjahr wo man in einer anderen Familie lebt, natürlich auch weniger tief in die Kultur eintaucht. Aber ich geb mein Bestes und bis jetzt gefällt es mir sehr gut!

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